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Kleine Autobiographie

Geboren und aufgewachsen im laendlichen Deutschland fing ich als Jugendlicher an, Strukturen und Mechanismen der Gesellschaft zu hinterfragen und war immer weniger bereit, das Leben und den konformen Werdegang, in den ich hineingeschoben wurde zu akzeptieren. So zog ich aus, um der Welt selbstbestimmter und eigenverantwortlicher zu begegnen und mich selbst und die Welt auf meine eigene Art kennenzulernen und zu leben. Jahrelang engagierte ich mich in verschiedenen ethischen und politischen Szenen die sich fuer die Belange von Menschen und Tieren einsetzen. Ich setzte mich mit Anderen fuer die Befreiung von Mensch, Tier und der Natur, ergo, gegen Herrschaftsstrukturen wie Patriarchat, Anthropozentrismus, Rassismus etc. ein. In dieser Zeit lebte ich in besetzten Haeusern, Kommunen, Huettendoerfern oder alleine. Ich legte nach und nach immer mehr Suechte, Anhaengigkeiten und anderen Ballast ab. Meinen Lebensunterhalt verdiente ich u.a. als Betreiber eines Infostandes. Nebenbei organisierte ich (Benefiz)konzerte und Festivals. All das erfuellte mich fuer einige Jahre lang, dann aber spuerte ich immer mehr einen Drang nach gelebter Spiritualitaet in und mit der Natur. Schliesslich wurden Deutschlands, und spaeter auch Europas, Grenzen zu eng fuer mich.

Als mittlerweile veganer Rohkoestler wollte ich in die Tropen um ein unabhaengiges Leben als Selbstversorger auf die Beine zu stellen. So fuehrte mich mein Weg schliesslich nach Costa Rica, wo ich Roland und Wolfgang kennenlernte. Wir freundeten uns an und nun lebe ich seit Anfang 2000 auf ihrem Land, welches ich betreue und pflege, waehrend sie in Deutschland wohnen. Eine Zeit, die ich, mit all ihren Hoehen und Tiefen, nicht missen moechte. Ich habe das Gefuehl mit Rawtreat meine Berufung gefunden zu haben ich spuere, dass hier meine Lebensaufgabe und Erfuellung liegt. Das macht mich dankbar.

Ich wuensche mir, noch mehr Seelenverwandte hier begruesen zu koennen, die die Koestlichkeiten, die die Baeume und das Land uns hier schenken, zu schaetzen wissen und die einander in Liebe und Respekt begegnen wollen und in Einklang mit der Natur leben wollen. Zwar waren schon viele Leute hier und ich habe in Costa Rica verteilt ein paar gute FreundInnen, doch was mir fehlt, sind Leute, die verbindlich und langfristig hier miteinsteigen. Das Land bietet 1000 Moeglichkeiten um verschiedenste Ideale und Visionen zu verwirklichen. Ich freue mich auf Leute, die sie nutzen.

Meine Öko-Sophie

Fuer mich nimmt der Mensch unter allen irdischen Wesen eine Sonderstellung ein. Er hat, im Unterschied zu den Tieren, eine Intelligenz und ein spirituelles Bewusstsein, mit dem er frei waehlen kann, welchen Weg er gehen moechte, ob den zerstoererischen und leidvollen Weg der Gewalt und Unnatuerlichkeit oder den segensreichen Weg der goettlichen Vorsehung.

Ich glaube, dass die eigentliche Groesse des menschlichen Potentials derzeit oft noch im Verborgenen schlummert und erst allmaenlich wieder entdeckt wird. Ich sehe es als unbedingte Pflicht jedes Menschen an, an sich selbst zu arbeiten, sich zu revolutionieren und Altlasten zu transformieren um wieder zu voller spiritueller Bluete zu gelangen und die planetare Verwuestung aufzuhalten und rueckgaengig zu machen. Natuerlich kann und will ich niemanden mit Gewalt zu dieser Mission ueberzeugen, auch nicht verbal. Es geschieht aber gottseidank zunehmend von alleine, dass Menschen durch Umweltkatastrophen oder Krankheiten zur Besinnung kommen, was ich als goettliche Fuegung betrachte. Ansonsten ist der Mensch wohl nur mit Liebe zu aendern.